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Roxanne Jeanmonod

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Roxanne Jeanmonod

Eine Frau, die sich geistig und körperlich bewegt


Wenn Physiotherapeutin Roxanne Jeanmonod nicht gerade Patienten behandelt, reitet sie, geht mit den Hunden laufen oder zum Tanzen. Im Moment ist Schwimmen in der Aare angesagt, engagiert sie sich doch als einzige Frau und jüngstes Mitglied im OK des Aareschwimmens, das am Samstag, 12. August, in Solothurn durchgeführt wird.

Roxanne Jeanmonod lacht viel, ist intelligent und vielseitig begabt. Eine junge, schöne Frau, die weiss was sie will. Sie geht den Dingen auf den Grund, paart überlegtes Handeln mit einem ästhetischen Perfektionsanspruch. Die Wurzeln der Familie fussen in Yverdon, zweisprachig aufgewachsen ist sie in Zürich, studierte in Winterthur und lebt (nach einigen Auslandaufenthalten) seit zwei Jahren mit ihrem Partner in Solothurn. Im Obachquartier eröffnete ihr Vater, Neurochirurg Daniel Jeanmonod, die Praxis SoniModul, die mit fokussierter Ultraschallenergie chronische Hirnfunktionsstörungen behandelt ohne den Schädel öffnen zumüssen. Im gleichen Gebäude hat sie einen Raum gemietet und betreibt ihre eigene Praxis für Physiotherapie. EinenMoment liebäugelte sie nach der Matura mit einemMedizinstudium. Pragmatisch wie es Roxanne Jeanmonods Naturell entspricht, entschied sie sich jedoch für die Physiotherapie. «Aus Neigung aber auch aus der Erkenntnis, dass dieser medizinische Beruf später mit einer Familie vereinbar ist, Teilzeitarbeit zulässt», betont sie. Sie besitzt eben eine praktische Ader. Diese und das Talent für Sprachen gaben den Ausschlag, die ausbildungsbegleitenden Praktika im Ausland zu absolvieren. «Eigentlich war Irland geplant. Als die grüne Insel wegen einem Versicherungsproblem scheiterte, buchte ich spontan eine Venedig-Reise. Beim Willkommens- Apéro kam ich mit einem Herrn ins Gespräch, dessen Bekannte Physiotherapeutin in einer Rehabilitationsklinik war und schon hatte ich eine Praktikumsstelle», lacht sie. «Die sechs Monate in der Lagunenstadt waren unbeschreiblich. Ich habe mit den Füssen und mit Gondeln jeden Winkel erkundet.»Besonders beeindruckte sie das Ambulanz-Boot der Klinik. Die Kontakte, das fliessende Italienisch, wie auch die Liebe zur italienischenKüche sind Roxanne Jeanmonod geblieben. Englisch perfektionierte sie mit einem Oxford-Aufenthalt. «Sprachen kann ich wirklich gut gebrauchen, da ich nebenbei auch als Geschäftsführerin für die «Foundation for Cerebral Dysrhythmia» amte. Meine Eltern haben die Stiftung gegründet um damit weniger solvente Personen, unter anderem mit Spenden dankbarer Patienten (viele aus dem Ausland), zu unterstützen.» Vom Vater habe sie menschlich und fachlich viel gelernt, die Eltern sind Vorbilder.

In der Aare schwimmen
Die Physiotherapie-Praxis ist wohl funktional, aber mit Charme und einer warmen Note eingerichtet. Vom Standort an der Leopoldstrasse ist es nur ein Katzensprung an die Aare. Dem Wasser entlang bewegt sie sich gerne. Sei es mit den Hunden am Ufer oder als Schwimmerin im kühlen Nass. Schwimmen wird ja als eine der gesündesten Sportarten gelobt. Was meint die Physiotherapeutin dazu? Roxanne Jeanmonod: «Schwimmen ist als Ausdauertraining generell empfehlenswert, da die Gelenke im Wasser weniger belastet werden. Bei bestehender Knie- oder Fussproblematik empfehle ich, vom Joggen auf das Schwimmen umzustellen. Zumal dabei unter anderem die Muskulatur der Arme, des Schultergürtels und des oberen Rückens aktiviert wird. Dawir dieArme eher vor dem Körper betä- tigen, entsteht ein Ungleichgewichtwelches verschiedene Beschwerden auslösen kann. Durch das Kräftigen der hinteren Anteile kann dem entgegengewirkt werden.» Selbstverständlich sei eine ärztlicheVorprü- fung sowie der Besuch eines Schwimmkurses begrüssenswert, auch um die richtige Technik zu erlernen. Roxanne Jeanmonod drückt sich eloquent und wohlüberlegt aus. Beim Sprechen schwingt das Feu sacre mit, lacht der Mund, blitzen die Augen. Qualitä- ten, mit denen sie am 12. August auch als neue Speakerin desAareschwimmens überzeugen wird. Silvia Rietz