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Die Top 11 des scheidenden HESO-Präsidenten Urs Unterlerchner

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Die Top 11 des scheidenden HESO-Präsidenten Urs Unterlerchner

«Das Amt war so unglaublich viel mehr, als ein Präsidium»


Zum zehnten und letzten Mal präsidiert Urs Unterlerchner heuer die HESO.

Urs Unterlerchner präsidiert heuer seine zehnte und letzte HESO. Hier seine Top 11 der letzten zehn Jahre.

Zum zehnten und letzten Mal präsidiert Urs Unterlerchner heuer die HESO     (23. September bis zum 2. Oktober). Nicht nur er legt sein Mandat nieder, sondern auch seine langjährigen Weggefährten in der Geschäftsleitung Thomas Zindel und Michèle Müller. Rolf Fröhlicher wird das Amt per 1. Januar 2023 von Unterlerchner übernehmen. Der gelernte Koch, diplomierte Hotelier und Betriebswirtschaftler führt ein Beratungs-   unternehmen und war zuletzt im Pandemiestab des Kantons tätig. Ebenfalls     neu in der HESO-Geschäftsleitung sind Patrick Nascarella (Leiter Administration/Geschäftsstelle) und Simon Stöckli (Finanzen). Er könnte stundenlang über diese Zeit erzählen und vom Grosen ins Kleine     und wieder zurück gehen, sagt der scheidende Präsident. Die zehn Jahre, die Unterlerchner HESO-Präsident     gewesen ist, sind für ihn ein Kapitel für die persönliche Ewigkeit. «Ich habe nicht nur viele Erfahrungen machen und Beziehungen knüpfen dürfen; ich habe vor allem auch Freunde fürs Leben gewonnen», sagt der abtretende     HESO-Boss. Eine Top 11 zu machen aus den letzten Jahren ist darum für ihn nicht einfach. «Ich könnte allein von der letzten Heso 2021 ein Top 100 machen – da waren so viele, unendlich schöne     Momente dabei, die unvergesslich für mich sind.» Trotzdem hier eine persönliche Top-11-Liste von Urs Unterlerchner zu seiner HESO-Zeit:

 

1. Durchführung der HESO 2021:

«In dem Moment als wir begannen, Zeit und Geld zu investieren, hätten die meisten anderen abgesagt. Wir sagten uns, wir müssen und wollen den Ausstellern und den Menschen in dieser schweren Zeit einen Anlass der Freude bieten, auch wenn viele sagten, ihr seid verrückt! Als wir dann tatsächlich eröffnet haben, sind mir schon ein bisschen die Tränen gekommen.»

2. Zusammenarbeit der OK-Mitglieder:

«Die Zusammenarbeit war immer sehr gut. 2021 hat das aber noch richtig untermauert. Alle im Team, die meisten haben einen gewerblichen Hintergrund, machen diese Job aus Leidenschaft und  purer Überzeugung und sind auch bereit, Freizeit zu investieren. Sonst wäre die HESO 2021 niemals zustande gekommen! Obwohl wir Pläne wegen neuen Corona-Massnahmen ständig  wieder über den Haufen werfen mussten war das nie ein Problem. Alle waren jederzeit bereit, voll mitzuziehen.

3. Besucheraufmarsch:

«Grosse andere Messen sind verschwunden. Wir, die wir zu Beginn von den Grossen belächelt wurden, haben einen unverändert grossen Besucheraufmarsch. Sicher hat das auch mit dem Gratseintritt zu tun, aber längst nicht nur. Die HESO hat Kultcharakter und gehört zur Solothurnerin und zum Solothurner. Da  ist eine tiefe Verbundenhei – man trifft sich da.»

4. Ehrung langjähriger Aussteller:

«Mich hat 2018 sehr beeindruckt zu erfahren, wie die langjährigen Aussteller nicht nur Geldes wegen an der HESO dabei sind. Auch hier geht es vielen darum, das Gesamtbild der Messe und deren Charakter zu wahren. Das schafft Vertrautheit. Und dafür wird Geld und Manpower investiert.»

5. Gratis-Eintritt trotz enormer Vorgaben der Behörden:

«Das versteht niemand in der Schweizer Messelandschaft so wirklich. Wir finanzieren uns ausschliesslich über die Standgebühren. Auch das geht nur, weil alle mit Herzblut für die HESO arbeiten.»

6. Eröffnungsfeierlichkeiten mit Harri Kunz:

«Nicht umsonst haben wir regelmässige Bundesräte an der Eröffnung. Wir können hier wirklich, vor allem auch dank Harri Kunz und Powerhouse, ein Weltklasse-Ambiente bieten, das weit, weit, weit über das anderer hinausgeht.» Immer wieder ein Genuss.

7. Berliner und Magenbrot:

«Ich habe es mir zum Ritual gemacht, dass ich jedes Mal, wenn ich von der HESO ins Büro gehe, einen Sack Magenbrot mitnehme. Nicht immer den Grössten aber auf jeden Fall Magenbrot. Und die Berliner gehören auch dazu.»

8. Harley Meeting am 2. Sonntag:

«Ich versuche immer auf der St. Ursen Treppe zu sein, wenn die Harleys vom Ride Out in die Stadt zurückkehren. Das Gedröhn und Gedonner der Motoren finde ich faszinierend. Ich fahre selber auch Töff, aber keine Harley – wer weiss, vielleicht ändere ich das und komme nächstes Jahr, wenn ich nicht mehr Präsident bin, mit dem Harley Konvoi an die HESO.»

9. Neues HESO-Logo:

«Das hat schon fast symbolischen Charakter. Als ich die Führung der HESO übernommen habe, war ich 30. Und auch die anderen waren damals noch jung. Wir wollten einen frischen Wind reinbringen und da war das Logo ein Ansatz. Auch wenn das damals nach dem Motto «s isch immer e so gsi» nicht allen gepasst hat. Es gibt sooo… viele Leute, die bei der HESO mitreden und sich in irgendeiner Art verbunden fühlen. Das macht den speziellen Charakter der Messe ja auch aus. Aber heute ist das Logo voll akzeptiert und verankert und kaum noch wegzudenken. Das ist schön!»

10. Weiterentwicklung Schanzengraben:

«Als wir das Restaurations- und Unterhaltungsangebot im Schanzengraben erweiterten, gab kritische Stimmen von wegen Lärmbelästigung und BesucherInnen würden so aus den Hallen gezogen. Aber nichts davon trat ein. Wir wollten die jungen Erwachsenen ansprechen, was uns sehr gut gelungen ist. Eine Messe, die sich nicht entwickelt, hat keine Zukunft. Was allein letztes Jahr im Schanzengraben abging, war unfassbar – einfach einmalig.»

11. Erstgespräch mit Vorgänger Roger Saudan.

«Dieses fand um 06.15 Uhr an einem  Dezember Morgen statt. Es war der einzige Termin, den er mir gewährt hat. Das Gespräch dauerte rund 30 Minuten und war gut. Es ging dabei v.a. darum, die Übergabe zu planen, zu spüren was der Neue will und festzustellen ob die gleiche Wellenlänge sind.»Michael Schenk

 

 

 

 

Solothurner finden sich heuer nicht unter den Kranzgewinnern. Der 16-jährig Sinisha Lüscher (SK Olten-Gösgen) verpasste das Eichenlaub lediglich um einen halben Punkt. Der 18-jährige Marius Frank, der nach dem ersten Tag mit drei Siegen noch verblüffend gut im Rennen lag, musste am zweiten Tag seines ersten ESAF Lehrgeld bezahlen und beende den Wettkampf schliesslich auf dem 19. Rang. Der 38-Thomas Stüdeli (Lutterbach) hatte bis zum 8. und letzten Gang intakte Kranzchancen. Mit einem Sieg gegen den 27-jährigen Freiburger Sven Hofer wäre ein Topplatzierung drin gelegen. Stüdeli unterlag indes dem Südwest schweizer