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Solothurn: 57. Solothurner Filmtage

Nach dem Theater regiert jetzt wieder der Film


Nach dem Online-Event im Vorjahr sollen die Filmtage heuer wieder ein Event der Begegnung werden, wenn auch unter den
gegebenen Corona-Schutzmassnahmen.

Nach dem filmreifen «Gstürm» um die Leitung stehen die Solothurner Filmtage jetzt im Zeichen von Performance, Preisen und Plausch.

Die 57. Solothurner Filmtage sind seit Mittwoch unter dem Motto «Der Schweiz im Kino begegnen» eröffnet und drehen bis am Mittwoch, 26. Januar. (s. Seite 3). Und das im Gegensatz zur Online-Version 2021 wieder als Präsenzveranstaltung. Für die drei Wettbewerbe Prix de Soleure, Opera Prima und Prix du Public wurden jeweils acht Filme ausgewählt. 596 sind total am Start.

Zuletzt war Zoff
Ende letzten Sommer haben vorab die Querelen um die damalige Direktorin Anita Hugi, die darauf krankgeschrieben war und deren Arbeitsverhältnis finalement Ende Oktober in einseitigem Einvernehmen beendet wurde, für Schlagzeilen gesorgt. Der Bund setzte nicht zuletzt als Folge dieser Affäre eine vorgesehene Erhöhung der Beiträge an das Festival von 20.000 Franken pro Jahr vorerst aus Die aktuelle Leitung der Solothurner Filmtage bildet nun das Trio Veronika Roos (Administration), Marianne Wirth und David Wegmüller (jeweils künstlerische Co-Leitung).

Jetzt herrscht Freude
Die Filmtage wollen nach den Filmtagen die Strukturen ändern. Das hatte Präsident Thomas Geiser vor nicht allzu langer Zeit angekündigt. Der populäre Rechtsprofessor übernahm das Amt im Juni vom überraschend abtretenden Felix Gutzwiller. Bei den angekündigten Reformen soll es dann etwa um Themen wie Amtszeitbeschränkung, «Good Governance» (Entflechtung von Geschäftsführung und Vorstand) oder das Überarbeiten von Reglementen gehen. Die rund 600 Vereinsmitglieder der Filmtage müssen den Änderungen dann an ihrer Mitgliederversammlung Frühling nur noch genehmigen. Bis dahin freilich stehen die 57. Solothurner Filmtage, das älteste Festival für den Schweizer Film, als Event der Freude, der amüsanten, gepflegten und auch kritischen cineastischen Unterhaltung, sowie als eine der renommiertesten Kulturveranstaltungen der Schweiz und hochdrehender Motor der nationalen Filmkultur im Scheinwerferlicht. MSK